Heimische Bio-Sojabohnen in der Mischfutterproduktion

Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,1 Mio. EURO wurde im Bio-Mischfutterwerk Klagenfurt eine neue Verarbeitungslinie zur Herstellung von Bio-Sojabohnenkuchen und hochwertigem Bio-Sojabohnenöl in Betrieb genommen. Mit dieser Anlage werden Bio-Sojabohnen aus regionalem Anbau direkt im Werk aufbereitet und in der biologischen Mischfutterproduktion verarbeitet.

„Seit mehr als 20 Jahren produzieren wir im Bio-Mischfutterwerk in Klagenfurt hochwertiges biologisches Qualitätsfutter für alle Tierarten“, betont UNSER LAGERHAUS Geschäftsführer DI Peter Messner. Eine stetig steigende Nachfrage nach Produkten der Bio-Marke „ALPENKORN“ bestätigt die hohe Kundenzufriedenheit mit dem Qualitätsfutter aus Kärnten. Um eine gleichmäßig hohe Produktqualität zu gewährleisten, investiert die UNSER LAGERHAUS WHG kontinuierlich in die Modernisierung und Erweiterung des Bio-Mischfutterwerkes.

 

Moderne Verarbeitung heimischer Bio-Sojabohnen

Sojabohnen werden, aufgrund ihrer günstigen Aminosäurenzusammensetzung sowie der hohen Protein- und Energiekonzentration, in der Herstellung von Qualitätsfutter für Geflügel, Rinder und Schweine eingesetzt.
“Mit dieser Anlage können wir nun heimische Sojabohnen thermisch aufbereiten, unerwünschte verdauungshemmender Trypsininhibitoren in der Sojabohne abbauen und hochwertiges Sojabohnenöl extrahieren.“ erklärt Betriebsleiter Ferdinand Krainer.  Der vom Sojaöl getrennte Bio-Sojabohnenkuchen kommt dann als hochwertiges Eiweißfuttermittel mit 45 % Rohprotein in der Produktion von „ALPENKORN“ Geflügel- und Schweinefutter zum Einsatz. „Um optimale Verhältnisse von Energie und Eiweiß in der jeweiligen Futtersorte zu erreichen, werden  aufbereitete Bio  Vollfettsojabohnen und  Bio Sojabohnenkuchen je nach Nährstoffanforderungen in der Rezeptur eingesetzt.“ betont Krainer weitere Produktionsschritte.

Entscheidend für die Investition in eine eigene Anlage waren die Sicherstellung einer gleichmäßigen, hohen Verarbeitungsqualität der heimischen Bio-Sojabohnen sowie die direkte Integration in den Produktionsprozess. „In Kärntens größter Bio-Sojabohnen Verarbeitungsanlage können wir pro Stunde ca. 1.000 kg Bio-Sojabohnen thermisch aufbereiten und pressen“ betont Krainer.

Bio-Wertschöpfungskette im Land halten

Die gesamten Bio-Sojabohnen, welche für die Produktion von „ALPENKORN“ Bio-Qualitätsfutter benötigt werden, kommen direkt aus Kärnten bzw. sind ausschließlich österreichischer Herkunft. „Mit dem Einsatz von regional angebauten Sojabohnen in der Mischfutterproduktion, sichern wir einerseits die regionale Verwertung der heimischen Bio Sojabohnen und leisten andererseits durch kurze Transportweg sowie rascher Weiterverarbeitung einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz“ betont DI Peter Messner. Im Erntejahr 2019 konnten bereits über 1.000 Tonnen Bio-Sojabohnen aus Kärntner Produktion für die Aufbereitung und Weiterverarbeitung im Mischfutterwerk Klagenfurt übernommen werden.  „Wir sind aber auf der Suche nach Bio-Landwirten, die mit uns gemeinsam den Bio-Sojabohnenanbau in Kärnten weiter ausbauen wollen. “ erklärt Messner das Ziel, den Anteil an Kärntner Bio-Sojabohnen in der Mischfutterproduktion  weiter zu erhöhen.

Mit der Verwendung heimischer Bio-Sojabohnen wird sichergestellt, dass die gesamte Wertschöpfungskette vom Anbau und Aufbereitung der Rohstoffe über die Weiterverarbeitung zu „ALPENKORN“ Bio-Qualitätsfutter und Veredelung zu hochwertigen Bio-Lebensmittel durch regionale Landwirte in Kärnten gehalten wird.

 


Mischfutterwerke am neusten Stand der Technik

Mit Inbetriebnahme der neuen Bio-Sojabohnen-Verarbeitungslinie wurde eine ganze Reihe von Modernisierungsmaßnahmen in den beiden Mischfutterwerken in Klagenfurt abgeschlossen. In den vergangenen Jahren wurde in die Effizienzsteigerung, Kapazitätsausweitung, Prozessüberwachung, Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit, Trennung von Rohware und Fertigfutter sowie in die Optimierung von Produktions- und Logistikabläufe investiert. Zahlreiche Zertifizierungen bestätigen den hohen Qualitäts- und Hygienestandard der konventionellen und biologischen Mischfutterproduktion in Kärnten. Für den reibungslosen Betrieb der beiden Mischfutterwerke in Klagenfurt sorgen 35 bestens ausgebildete Mitarbeiter.

Die gesamten Produktionslinien im Mischfutterwerk und im eigenen Bio-Mischfutterwerk – von der Rohwaren-übernahme über die Mischfutterproduktion bis hin zur Verladung – sind in puncto Leistung, Effizienz, Steuerung und Automatisierung nun auf dem neuesten Stand der Mischfutter-Verfahrenstechnik und für die Zukunft bestens gerüstet.

Unser Lagerhaus Mischfutterwerke Klagenfurt-Südring (bio und konventionell)