Größte Siloanlage Österreichs wurde eröffnet

41 Silos mit 150.000 t Lagerkapazität eingebettet in eine moderne Infrastruktur machen den erweiterten und modernsierten RWA-Standort Aschach/Donau (OÖ) zur größten heimischen Kornkammer und zu einer der größten Siloanlagen im Donauraum. Vor kurzem erfolgte die offizielle Eröffnung.

28 NEUE SILOS: Nach den umfangreichen Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten ist der Standort Aschach Österreichs größte Kornkammer

VOLKSFESTSTIMMUNG in Aschach: Etwa 1.500 Besucher kamen, um am 11. Juni bei der Eröffnung des modernisierten und ausgebauten Standorts der RWA Raiffeisen Ware Austria AG dabei zu sein. Dieses einzigartige Agrarterminal ist nicht nur der größten Lager- und Umschlagplatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse in Österreich, sondern eine der größten Siloanlagen in Mitteleuropa.

Der Ausbau des Standortes Aschach war das bisher größten Bauvorhaben der RWA. Investitionssumme: 18 Mio. €. Notwendig geworden waren Erweiterung und Modernisierung vor allem, weil der in die Jahre gekommene Silostandort in Linz geschlossen wurde. Notwendig war der Ausbau aber auch, da der RWA-Konzern in den letzten Jahren die Agrarhandelsmenge ausgeweitet hat – 2016 auf den Rekordwert von 3,4 Mio. t.

350.000 t pro Jahr

41 Silos (34 Stahlsilos, 7 aus Beton) mit einer Lagerkapazität von 150.000 t

28 neue Silos bieten ein Lagervolumen von 58.000 t. Insgesamt können in Aschach nun 150.000 t landwirtschaftliche Erzeugnisse (Basis: Weizen) gelagert werden. „Wir rechnen an dem Standort mit einem Umschlag von mehr als 350.000 t an landwirtschaftlichen Erzeugnissen pro Jahr“, betonte RWA Generaldirektor DI Reinhard Wolf anlässlich der Eröffnung. Eingebettet sind die Silos in eine moderne Infrastruktur, die unter anderem ein neues Bürogebäude mit integriertem Labor, 2 Lkw-Waagen, ein neues Maschinenhaus mit 2 Entlade- und einer Verladegasse sowie eine neue Trocknungsanlage umfasst.

Warum gerade Aschach? Dieser Lager- und Umschlagplatz bietet eine ideale Verkehrsanbindung: Die Lage an der Donau ist optimal für den Schiffstransport geeignet; der ist nicht nur umweltfreundlich, sondern bietet einen Transportweg von Deutschland (mit Anbindung an die Nordsee) bis ans Schwarze Meer. Selbstverständlich gibt es einen Anschluss an das Straßennetz und auch der Transport per Schiene ist leistungsstark zu bewerkstelligen. Darüber hinaus ist dieses Agrarterminal direkt an die Produktion angebunden. So etwa an ein Werk der RWA-Tochter Garant, die auf die Produktion von Qualitätsfutter für landwirtschaftliche Nutztiere spezialisiert ist, das Werk der Agrana Stärke GmbH sowie die Ölmühle der VOG AG.

Arbeitsplätze für die Region

Ein weiterer Vorteil ist die Bündelung der Ressourcen, wie Standortleiter Johann Auer betont. Neben dem Lager gibt es am Standort 2 neue Getreidereinigungsmaschinen und eine Trocknungsanlage. Mit der Investition in Aschach bekennt sich die RWA bewusst zur Region. Der RWA-Standort Aschach ist auch Arbeitsplatz für Menschen aus der Region. Mit der Erweiterung des Agrarterminals entstanden 10 zusätzliche Arbeitsplätze am Standort Aschach (insgesamt 60 Mitarbeiter, davon 4 Lehrlinge).

RWA-STANDORT ASCHACH

41 Silos (34 Stahlsilos, 7 aus Beton)

Lagerkapazität 150.000 t

Umschlagkapazität: landseitig 600 t/h sowie schiffseitig 200 t/h

Reinigungsleistung (Getreide): 400 t/h

Trocknerleistung: 1.500 t/24h (Mais, bei Getreide entsprechend mehr)

ABLÄUFE & STRUKTUREN

Anlieferung: Die Ware wird von Landwirten direkt angeliefert oder gelangt über die Lagerhäuser zum Agrarterminal.

Probenentnahme: Zunächst werden Proben entnommen und die Ware untersucht. Außerdem wird ein Rückstellmuster der Ware 2 Jahre lang hinterlegt.

Übernahme: Die Ware wird gewogen und gereinigt (Staub, Spreuteile). Wenn die Ware zu feucht ist, wird sie getrocknet. Die Reinware wird in die Silos gefüllt.

Lagerung: Gelagert werden alle gängigen Getreidearten sowie Mais, Raps, Sojabohnen und Futtermittel-Rohstoffe wie Rapskuchenschrot.

Vermarktung: Händler der RWA vermarkten die Ware an Abnehmer im In- und Ausland.

 

 Quelle: Unser Land 7-8/2017

 

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