Teilflächen optimal bewirtschaften

Das Lagerhaus Bodenproben-Service ermöglicht heuer auch ein Teilflächen-Management. Damit kann der Landwirt auf Basis von Bodenproben Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel optimal ausbringen.

Unser Lagerhaus bietet im Rahmen des Bodenproben-Services mit mobiler Bodenprobenziehungen für Landwirte und Winzer an, um besten Ertrag mit Dünger nach Maß zu erzielen. Damit kann eine Analyse des Nährstoffhaushaltes der Flächen erreicht werden, um eine auf Boden und Pflanzen abgestimmte Nährstoff-zufuhr zu bewirken. Die Einsatzgebiete reichen vom Ackerbau über Grünland, bis hin zum Wein- und Obstbau.

Das Ziel von Teilflächen-Management ist die Berücksichtigung der Standortunterschiede, bedarfsgerechter Dünger- und Pflanzenschutzmittel-Einsätze und Optimierung der Erträge.

BEPROBUNG MITTELS GPS

Mithilfe von GPS-gestützten Bodenprobenziehungen können zu einem späteren Zeitpunkt repräsentative Vergleichsproben entnommen werden. Die Einstichpunkte der Proben werden mithilfe des GPS-Systems in den Fahrzeugen aufgezeichnet. Das ermöglicht eine erfolgreiche Kontrolle der Düngemaßnahmen. So können ohne finanziellen Mehraufwand die Veränderungen der verfügbaren Nährstoffe im Boden im Auge behalten werden.

WEITERENTWICKLUNG AUF TEILFLÄCHEN

Seit heuer können im Rahmen des Bodenproben-Services auch Bodenproben nach Teilflächen gezogen werden. Jeder Standort hat aufgrund der teilweise hohen Heterogenität des Bodens unterschiedliche Bodeneigenschaften. Daher ergeben sich auch unterschiedliche Anteile der Nährstoffversorgung. Diese können einen Einfluss auf die Ertragshöhe haben.

 

GLIEDERUNG VORAB. Dieser Schlag mit 2,6 ha ist durch Satellitenkarten in 5 Ertragszonen (Teilflächen) eingeteilt. Damit wurden 5 Proben (mit mehreren Einstichen) gezogen. Im Regelfall wäre auf einem Schlag dieser Größe (bis 5 ha) nur eine Bodenprobe notwendig.

WISSENSWERTES: WARUM BODENPROBEN?
Geringe biologische Aktivität sowie schlechte Bodenstrukturen (etwa Bodenverdichtungen) und Krankheiten oder Unkrautdruck können bei Flächen Anzeichen eines niedrigen pH-Werts im Boden sein.
Dies unterstreicht die Sinnhaftigkeit einer Probenziehung und anschließen-der Untersuchung der Probe auf die Grundnährstoffe wie Phosphor, Kalium und den pH-Wert. Dieser pH-Wert ist auch dafür verantwortlich, dass die Nährstoffe den Pflanzen verfügbar gemacht werden können.


SATELLITEN UNTERSTÜTZEN EINTEILUNG

Wenn auf einem Schlag grobe Unterschiede bei den Ertragshöhen festzustellen sind, ist es ratsam, in einem ersten Schritt die Flächen mithilfe von Satelliten- oder Ertragskarten in Zonen aufzugliedern. Die Anzahl der Zonen richtet sich nach der Größe des Schlags und der Heterogenität des Bodens. In einem zweiten Schritt können auf den unterschiedlichen Zonen die Bodenproben entnommen werden.  Das hat den Vorteil, dass eine geordnete Einteilung der Proben auf dem Schlag erfolgt. Damit ist es möglich, gezielt auf die einzelnen Teilflächen einzugehen. Das hilft, Fehler bei der Bewirtschaftung zu vermeiden.

Informationen zu teilflächenspezifischen Bodenprobenziehungen gibt es bei Ihren Agrar-Fachberater

  • Martin Kohlweiß (0664/ 88 72 98 81) und
  • Robert Feinig (8552535

 

Quelle: Unser Land 7-8/2018

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